****** "Jamboree Whip Jamboree Your big tailed sailor boys hangin` out behind the bar Jamboree Whip Jamboree Jenny get your orchard son"
Diese Matrosenhymne liebe ich abgöttisch. Völlig undezenter Irentrampler mit stampfenden Folkelementen und einer wehmütigen, überwältigenden Killer-Melodie mit atemberaubenden Tempo. Verursacher dieser turbulenten Sommerplage aus dem Jahre 1996 waren aber nicht irgendwelche O´Reilleys, oder McNeils, sie hiessen Pettersson, Svensson und Lindström. Folglich ist der Song in Irland bis heute unbekannt, war dafür vor 11 Jahren einer der Jahreshits in Schweden. Schade eigentlich – würde gerne mal wissen was Iren von dem Song halten, die Reaktionen könnten von dem Vorwurf des Verbreitens von billigen Klischees bis zur Anerkennung der treffenden Darstellung der irischen Volksseele ausfallen. Als der Erfolg ausser ein paar kleinen Nachzug-Hits eher im Sand verlief, lösten sich Dublin Fair, die von Karlstad in Värmland kommen und ihre Karierre als Strassenmusikanten und Festband starteten, 1999 schliesslich auf. Jammerschade, ich vermisse diese explosive Mischung aus altertümlichen Instrumentalklängen voller Melancholie, einer aufputschenden, hymnenartigen Chorusline und überraschend gut passenden 90`s Eurodance-Elementen schrecklich. Ja, 1996 war der letzte gute Musikjahrgang im alten Jahrtausends, danach kamen Jahre des schrecklichen R&B-Pops a la Spice Girls. Jamboree - Unglaublich perfektes Lied des Nordens. |